Toshiba AT200 Tablet kann im Test nicht überzeugen
Toshiba hat auf der IFA 2011 ihr bisher dünnstes Tablet vorgestellt und es schien so das sie alles richtig gemacht hätten. Dual Core Prozessor, neues Android OS, alle benötigten Anschlüsse und ein sexy Design. Für 499 Euro konnte man es sich entsprechend auch mit 16GB nun endlich kaufen, nachdem es seit November immer wieder in einigen Online Shops zum vorbestellen aufgetaucht ist.
Nach 10 Tagen mit dem Toshiba AT200 müssen wir uns allerdings eher gegen einen Kauf aussprechen, denn zwar ist es sexy und schnell, aber der Akku ist schnell leer, es gibt einige Kinderkrankheiten und zudem ist die Verarbeitung nicht ganz perfekt.
Wenn man das erste mal das 10.1 Zoll Gerät in die Hand nimmt, wird einem gleich klar, das es recht leicht ist, vor allem wenn man es zum iPad 2 vergleicht. Entsprechend wurden aber auch an den falschen Stellen am Material gespart, denn beim drücken des Randes um das Display rum, entstehen kleine Wellen, bei denen die Display Kristalle gestört werden. Das iPad oder andere Tablets haben eine stabilere Vorderseite gewählt und vermeiden damit diesen effekt. Zudem ist der Bildschirm nicht gleichmässig ausgeleuchtet, mit klaren Lichtstreifen an der Unterseite, die man sieht wenn man es nur etwas schräg hält.
Bei den Anschlüssen hat bei unseren, im Laden gekauften Modell, der MicroSD Kartenleser Partout keine Karte lesen bzw. erkennen wollen. Außerdem war bei der Verbindung des MicroUSB Ports mit dem PC kein Zugriff auf den internen Speicher möglich, da der Treiber nicht erkannt wurde für das Gerät in Windows 7 und es natürlich online auch keine zum Download gab. Somit wurde unser Test nur mit online erhältlichen Daten durchgeführt.
Der letzte Kritikpunkt ist die Akkulaufzeit des Toshiba AT200. Nicht nur das man während dem Einsatz aktiv merkt wie der Akku schwindet und man innerhalb einer Stunde durchaus 15 Prozent und mehr im Wlan Gebrauch und mit maximaler Helligkeit dahin schwinden sieht. Außerdem ist in Android 3.2 der Fehler immer noch nicht behoben das im StandBy Modus mit angeschalteten Wlan über Nacht das Gerät nicht übertrieben kommunizieren soll, denn man wacht mit einem weiteren 20 Prozent Akku verlust auf. Man kann vom Nutzer ja nicht erwarten das es jeden Abend an einer Steckdose hängen muss während man schläft.
Ansonsten schien das AT200 sehr gut zu sein, denn die Kamera hat gute Fotos und Videos geschossen und reagierte angenehm schnell. Das Menü und Programme hingen nie und das Display konnte sich im Außeneinsatz druchaus auch gegen ein iPad 2 bewähren. Der Preis müsste also nur bei 299 Euro liegen für 16GB und mit einem ICS Update in greifbarer sicht, die einige der Fehler behebt, die es zum nicht perfekten Companion machen und Tablet Erstanwender in die Arme von Apple treiben würde.
Fazit
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