Test: ZTE Grand X In – Der Einsteiger aus China

grand x in

Der chinesische Hersteller ZTE bringt mit seinem Grand X In ein Einsteiger Android Phone auf den europäischen Markt. Wir konnten das Smartphone drei Wochen lang im Alltag testen.

Technische Daten:

Das Grand X In ist eines der wenigen aktuellen Smartphones ohne Qualcomm Prozessor, stattdessen arbeitet es mit einem Intel Atom Medfield Z2460 Single Core mit 1,6 GHz Taktung. Das 4,3 Zoll große Display ist mit einer 540 x 960 Pixel Auflösung (256 ppi) ausgestattet, der Akku hat eine Kapazität von 1.650 mAh und der Arbeitsspeicher wird mit 1 GB angegeben. Für Fotos, Videos und sonstige Daten stehen leider weit weniger als 1 GB Speicher zur Verfügung, man kommt also nicht umhin sich eine micro-SD Karte zu kaufen.

Bei der Konnektivität gibt es keine Überraschungen. GSM Quadband, Edge und UMTS (21,1 MBit/s beim Empfang, 5,8 MBit/s beim Senden) sind mittlerweile bei jedem Smartphone zu erwarten, LTE kann das Grand X In jedoch nicht. Weiterhin ist WLAN nach dem 802.11b/g/n Standard möglich und Bluetooth 3.0 EDR ist auch verbaut. Geladen wird das Handy über einen USB 2.0 micro Port, der selbstverständlich auch als Datenschnittstelle funktioniert. Einen HDMI Ausgang sucht man allerdings vergebens.

Das Grand X In besitzt zwei Kameras. Die 0,3 MP Frontkamera ist keiner Erwähnung wert, Die 8 MP Kamera auf der Rückseite jedoch schon, denn sie ist in der Lage Full HD Videos (1080 x 1920 Pixel) produzieren. Am oberen Ende des Smartphones liegt wie gewohnt der 3,5 mm Audioausgang . Die Abmessungen des schlanken Geräts betragen 127 x 65 x 11 mm.

Außenaufnahme mit der Handykamera:
grand x außen

Detailaufnahme mit der Handykamera:
grand X innen 1

Innenaufnahme mit der Handykamera:
Grand x innen

Das Handy:

Eine Glasplatte zieht sich über die komplette Vorderseite einschließlich der vier berührungsempfindlichen Standard Android Tasten, nur am oberen Ende gibt es eine Aussparung für die Ohrmuschel, die jedoch bündig mit der Glasplatte abschließt. Der Rand des Grand X In fällt nicht Senkrecht sondern leicht schräg nach außen ab. Nirgendwo sind also 90 Grad Kanten, wodurch das Handy immer ziemlich angenehm in der Hand liegt.

Die Rückseite besteht aus einer durchgehenden, leicht geriffelten und ziemlich fest sitzenden Plastikschale. Um sie abzubekommen braucht man stabile Fingernägel für die Aussparung am rechten unteren Eck des Smartphones. Die micro-SD Karte liegt unter der Plastikschale und ist entfernbar, ohne den Akku herausnehmen zu müssen. Die SIM Karte befindet sich zwar ebenfalls neben dem Akku, dieser blockiert jedoch den SIM Schacht. SIM Kartenwechsel geht also nur ohne Akku im Handy.

Auf der oberen Seite befindet sich rechts neben dem Audio Ausgang der Power Knopf, auf der linken Seite oben ein Wippschalter zur Lautstärke Regelung und unten der micro USB Port. An der unteren und der rechten Seite befindet sich nichts. Auf der Rückseite sind oben links Kamera und LED Lampe angebracht, zentral sitzt ein silbernes ZTE Logo über einem Intel Logo. Das untere Ende der Rückseite ist ein paar Millimeter abgesetzt, was neben der Riffelung als weiterer Rutschschutz dient.

Im Betrieb:

Trotz des Single Core Prozessors ist das ZTE schnell genug, um das vorinstallierte Android 4.0.4 ruckelfrei ausführen zu können. Die Akkulaufzeit ist natürlich sehr vom Nutzungsverhalten abhängig. Wenn man Gmail Synchronisation ständig an hat, fünf Gespräche führt, circa 10 SMS schreibt und nebenbei auch noch fleißig einen Feed Reader automatisch syncht, regelmäßig liest und von dort auf die Webseiten geht, hält der Akku aber problemlos einen ganzen Tag. Mit ein bisschen Glück übersteht man auch noch die Nacht. Am nächsten Vormittag sollte man aber besser wieder eine Lademöglichkeit zur Verfügung haben.

Die Frontkamera will man aufgrund der geringen Auflösung nicht wirklich nutzen. Die Rückkamera behauptet zwar 8 MP Bilder schießen zu können, aber da haben wir schon bessere Handykameras mit dieser Auflösung gesehen. Insgesamt geht die Kamera für ein Smartphone dieser Preisklasse aber in Ordnung. Neben einem Autofokus kann man durch tippen auf das Display den Fokus auch manuell festlegen, man sollte aber den Mindestabstand von sieben Zentimetern tunlichst beachten. Ob die HD Videos etwas wert sind, könnt ihr im folgenden Testvideo selbst beurteilen:

Der vorinstallierte Musikplayer erkennt leider nur Lieder automatisch, die auf der SD Karte abgespeichert sind, die manuelle Suche im Dateiverzeichnis ist nicht möglich. Ein anderer Kritikpunkt ist die Bedienung selbst. Oft drückt man vergeblich auf den Android Tasten oder gar auf einem Button auf dem Display herum und muss diesen Klick wiederholen. Ob das mit der Berührungsempfindlichkeit des Displays oder mit dem Single Core zu tun hat, ist leider nicht klar.

Fazit:

Das ZTE Grand X In(tel) ist für einen Preis von circa 230 Euro eines der besseren Android Smartphones seiner Klasse. Es ist gut verarbeitet, stabil, liegt gut in der Hand und erfüllt alle Funktionen, die von einem Smartphone erwartet werden. Der Prozessor ist nicht der stärkste, kommt aber mit eigentlich allen Aufgaben zurecht. Das Display besitzt eine vernünftige Größe und stellt Farben schön kräftig dar, die Gesprächsqualität ist nicht überragend aber im Großen und Ganzen gut, nur bei lauten Umgebungsgeräuschen ist sie generell etwas zu Leise.

Die Kamera ist kein Prunkstück und mit der Bedienung des Smartphones hapert es manchmal ein klein wenig, dafür ist die Akkulaufzeit recht gut und ich habe es nicht bereut mein privates Handy drei Wochen lang für das ZTE Grand X In in die Schublade gesteckt zu haben.

Positiv negativ
  • Gute Verarbeitung
  • ausreichende Akkulaufzeit
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • liegt sehr gut in der Hand
  • relativ “billiges” Plastikgehäuse
  • Apps starten manchmal nicht auf Anhieb
  • durchschnittliche Kamera

Und zum Abschluss noch ein Video über das ZTE Grand X In:

Alle News bequem täglich im E-Mail Postfach? Ganz einfach unseren Newsletter abonnieren.

"Der Editor editiert, der Redakteur redaktiert?"