Raidsonic Icy Box NAS5520 im Test – günstiges NAS mit USB 3.0 Anschluss

Nachdem ich schon vor einiger Zeit das Raidsonic Icy Box NAS5520 ausgepackt habe und eine Weile in Nutzung ist, habe ich nun hier einen kompletten Test der wichtigsten Funktionen für euch. Das NAS5520 ist sicherlich mit knapp 90€ ohne Festplatten eines der günstigeren NAS-Systeme, hat aber einen riesen Vorteil. Es kann wahlweise via USB 3.0 mit einem Computer, aber auch via Gigabit-Ethernet mit einem Router verbunden werden. Somit kann man das NAS wenn man die Daten eben mobil benötigt auch schnell mal einpacken und eben via USB 3.0 betreiben. Die Berechtigungen, die man für das Netzwerk gesetzt hat, sind dabei natürlich nicht vorhanden. Stattdessen bindet sich das Laufwerk bequem in den Arbeitsplatz ein. Wie sich das System in der Praxis schlägt, sehr ihr in folgendem Test.

Packungsinhalt und Verarbeitung

In der Verpackung waren, wie schon im Unboxing-Video gezeigt, eben die Dinge die man zum Betrieb benötigt. Ein Netzwerkkabel, ein Stromkabel, ein USB 3.0 Kabel und natürlich die Box selbst. Festplatten muss man wie bei jedem NAS-System separat dazukaufen. Ich habe mich für 2 Western Digital Platten entschieden, die jeweils 2TB Speicherkapazität haben. Die Verarbeitung des Gehäuses ist sehr hochwertig. Es wirkt stabil und ist komplett aus Aluminium. Die Frontseite kommt in einer schwarzen Piano-Optik, in die einige LEDs für die Statusanzeige diverser Dinge eingebaut sind.

Inbetriebnahme

Nachdem meine Festplatten dann angekommen waren ging es an die Einrichtung und Konfiguration. An der Unterseite des NAS5520 gibt es einen kleinen Schieberegler über den sich die Front entriegeln lässt. Dann schiebt man einfach die Front nach oben und bekommt Zugriff auf das Innere des Gehäuses. Hier schiebt man ganz einfach nun die 2 Platten ein und verriegelt das Ganze wieder. Nun geht es darum den Modus einzustellen, mit dem man das NAS-System betreiben will. Hier stehen Raid 0 (Stripping, zu Deutsch: Die Geschwindigkeit erhöhen), Raid 1 (Mirroring, zu Deutsch: Die Festplatten spiegeln für höhere Datensicherheit), oder Large (Normaler Betrieb als eine Festplatte) zur Verfügung. Da ich natürlich in dem System eine Datensicherheit erreichen will, falls eine Festplatte ausfällt, habe ich mich für Raid 1 entschieden. Dies lässt sich ganz einfach mit einem spitzen Gegenstand an der Rückseite des Geräts einstellen. Nachdem man auf “Confirm” das Ganze bestätigt hat, läuft das NAS5520 in diesem Modus.

Beim ersten Einrichten ist es notwendig das Gerät über den Netzwerkanschluss zu verbinden. Warum? Ganz einfach: Durch das Eingeben der Nummer, die an der Unterseite des Geräts angebracht ist, auf myicyboxpro.com erlangt man Zugriff auf das Gerät. Beim ersten Mal einrichten lautet der Nutzername sowie das Passwort “admin”. Dies ist aber auch alles sehr gut in der Anleitung beschrieben, sodass dies eigentlich jeder hinbekommen sollte. Nachdem man sich dann eingeloggt hat, hangelt man sich durch das Menü.

Diese wirkt zunächst sehr unaufgeräumt und übersichtlich. Hier ist ein wenig Einarbeitung nötigt, bis man versteht wo denn genau was zu finden ist. Über den Einstellungsbutton ganz rechts gelangt man dann in die Konfiguration des Laufwerks. Dieses muss über das Menü nur noch formatiert bzw. initialisiert werden und schon kann man beginnen Daten auf das Gerät zu spielen.

Hierzu sollte man im “Share Management” noch entsprechende Nutzer und Ordner anlegen, sodass nicht jeder im Netzwerk auf die Daten Zugriff hat hat. Bei der Prozedur fühlt man sich optisch zwar etwas in die Vergangenheit versetzt, jedoch verrichtet es vollkommen den Zweck, den man benötigt. Worauf man achten sollte ist, dass man über das Interface keine Unterordner anlegen kann, dies kann man dann nur durch die Freigabe selbst, damit sollte einem aber auch klar sein, dass man für Unterordner keine Berechtigungen anlegen kann sondern nur für Ordner in der obersten Ebene.

Verwendung

Die Verwendung ist für Anfänger wohl etwas ungewohnt. Die fragen sich wohl: Wie bekomme ich nun Zugriff auf meine Daten und wie kann ich das NAS nun befüllen? Ganz einfach: Ihr gebt in einem beliebigen Windows-Explorer Fenster in der Adressleiste die Interne IP des NAS System, gefolt von \\ ein. Die interne IP-Adresse findet ihr oben links in eurem Einstellungsmenü, diese fängt in den meisten Fällen mit 192.168 an. Nachdem ihr das gemacht hat kommt eine Abfrage des Nutzers und eines Passwortes. Hier gebt ihr dann den User ein, den ihr zuvor festgelegt habt. Nicht mit dem Admin-Nutzer übrigens, der dient nur zum Einrichten.

Anschließend könnt ihr euer NAS damit befüllen und Daten darauf laden, bis es eben voll ist. In einem lokalen W-Lan erreicht man hier im W-Lan Übertragungsraten je nach sonstigem Netzwerktraffic, von 4-8mb/s (Gemessen mit der Anzeige in Windows 8). Zum Vergleich: Durchschnittliche Speicherkarten erreichen ca. 20MB/s. Wenn man direkt via Netzerkkabel und einem Gigabit-Router mit dem NAS5520 verbunden ist erreicht natürlich konstantere Werte, die sich aber auch nie im Bereich über 8MB/s bewegen. Auch ein vergleichbares, aber höherpreisiges Synology NAS schafft hier nur ein ganz wenig mehr.

Für einen externen Zugriff stehen natürlich auch zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung. Dazu gehören natürlich auch Apps für diverseste Systeme. Für Android steht zum Beispiel die AKiTiO CloudHybrid für das Zugreifen der Daten zur Verfügung. Hier gibt man dann bei “My Device” einfach den “Code” an der Unterseite des Geräts ein (Die übrigens auch die Mac-Adresse ist), sowie den Nutzername und das Passwort. Je nach Internetleitung hat man dann sofort Zugriff auf seine Daten, unabhängig wo man sich gerade befindet. Wenn man nun natürlich eine etwas langsamere DSL-Leitung hat mit weniger Upstream, kann es schon mal länger dauern Daten abzurufen. Dies würde ich also nur für Textdokumente o.ä. empfehlen, da es sonst wirklich kein Spaß macht. Außerdem steht auch noch die AKiTiO CloudHybrid Manager App zur Verfügung, mit der Ihr sogar administrative Dinge, wie das Einrichten eines Nutzers direkt vom Smartphone erledigen könnt. Dies könnte ich leider nicht testen da die App nicht mit Android 4.1 Jelly Bean kompatibel ist und ich kein ANdroid 4.0 Gerät zur Hand hatte.

Natürlich kann man aber auch über jeden Browser auf das NAS zugreifen. Hier wird die Geschichte für ungeübtere Nutzer schon etwas verzwickter. Hier sollte man eine Dynamische DNS einrichten. Was dies macht? Diese übermittelt eure externe IP jedes mal wenn sie aktualisiert wird (also alle 24h) an einen Dienst. Darüber könnt ihr dann mit einer festen Adresse auf euer Heimnetzwerk zugreifen und via Port 18000 die Weboberfläche der NAS-Box aufrufen. Zum Einrichten der DynDNS einfach mal Googeln, im Netz gibt es da schon zahlreiche Tutorials dazu. Der Router übernimmt hier via UPNP übrigens schon alle Einstellungen am Router, sodass man sich nicht über das Routermenü mit Portfreigaben rumärgern muss.

Wer öfter größere Torrents herunterladen muss, kann dies übrigens auch mit dem NAS5520. Das geht relativ einfach über das Menü und diese können sogar auch über die App gesteuert – jedoch leider keine neuen hinzugefügt werden.

Fazit

Zusammenfassend kann man sagen, dass das NAS5520 sicherlich ein gutes NAS ist mit vielen nützlichen Funktionen. Es kostet im Vergleich zu anderen Systemen nicht besonders viel und lässt sich auch für Laien einfach einrichten. Einzig bei der Oberfläche wurde etwas gespart, diese ist nämlich etwas unübersichtlich. Dennoch eine klare Kaufempfehlung für ein NAS-System unter 100€. Ein Uboxing und weiter Bilder findet ihr übrigens hier.

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Seit mehreren Jahren bin ich im Technikblogging-Bereich unterwegs und betreibe u.a. erfolgreich den webOS-Blog. Auch zu finden bei Google+.

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  • Daron

    Der Test war ja so in Ordnung , aber wer schreibt das 8 MB/s im Gigabbit Netzwerk OK sind und ein Synology nicht viel schneller ist, hat keine Ahnung was er schreibt.= Zweifelhafter Test

    1.heutige NAS schaffen locker 65MB/s lesen und 45MB/s schreiben
    2.keine Angaben über Lautstärke des Lüfters
    3.Stromverbrauch Idle/Last

    Schnellere und bessere Alternativen im Preissegment:
    Zyxel NSA 320 -> Shuttle Omninas > Zyxel NSA 325

    • http://ndevil.com Balazs

      Also meine Synology mit gigabit land schafft auch nicht mehr als 8-12Mbit/s aber die ist auch schon 4+ Jahre alt…