Lampen per W-Lan steuern: Philips Hue genauer betrachtet (Video + Bilder)

Vor einiger Zeit hat Philips die Hue Lampen vorgestellt. Diese gibt es seit letzter Woche im Apple Store im Dreierset für 199€. Was die Lampen so teuer macht? Die Möglichkeit das Ganze via App oder auch das Internet zu steuern. Dafür muss man die Lampen einfach in die vorhandene Lampenfassung einschrauben und dann die “Bridge” via Lan-Kabel mit eurem heimischen Router verbinden. Mit einer einzigen Taste, die man drücken muss werden die Lampen dann mit der Bridge verbunden und werden dann über diese gesteuert. Anschließend lädt man sich die iPad bzw. iPhone App, oder aber auch die Android Beta App (erscheint noch dieses Jahr final).

Wenn man ein mal die App installiert hat, dient diese als Kontrollzentrale für die Lichter. Darüber hat man nämlich die Möglichkeit bis zu 16 Millionen verschiedene Farben einzustellen, sodass man ein wirklich individuelles Licht erreicht. Es sind schon vorgefertigte Szenen wie “Lesen”, “Relax” und “Energize” vorhanden, aber man kann man auch Bilder in die App laden und daraus die entsprechenden Farbcodes entnehmen in denen die Lampen dann erstrahlen. Über die App kann man die Lichter auch benennen und sie eben auch gemeinsam an und ausschalten. Zudem gibt es eine Timer-Funktion, sodass man einstellen kann wann die Lichter morgens angehen und wann sie abends automatisch abschalten sollen. Genau diese Funktionen sind auch über das Internet über das Portal meethue.com erreichbar sodass man die Lampen sogar z.B. aus dem Urlaub oder der Arbeit steuern kann. Darüber hinaus kann man über das Portal mit Freunden die erstellten Lichtszenen teilen.

Bei der Entwicklung der Philips Hue hat man auch an einige Dinge gedacht. Hat man nämlich gerade nicht ein iPad, iPhone oder Android-Gerät zur Hand, genügt es ein mal die Stromverbindung zu den Lampen zu trennen und wiederherzustellen. In der Praxis bedeutet dies, dass man eben kurz den Lichtschalter drückt. Somit schalten sich die Lampen in den “normalen” Modus und liefern ein normales Licht, wie eine Glühbirne eben auch. Wenn man den Timer einstellt und dann der Akku des Smartphones oder Tablets leer geht, hat man übrigens Pech. Das heißt der Timer wird leider nicht in der Basisstation hinterlegt sondern im jeweiligen Gerät. Bis zu 50 Lampen lassen sich übrigens an einer Bridge zusammenkoppeln, die in geschlossenen Räumen eine Reichweite von ca. 100 Meter erreichen sollen.

Die Zukunft von den Philips Hue Glühbirnen sieht übrigens sehr gut aus. Das System bietet eine offene API und (bald) ein SDK, mit dem es möglich ist eigene “Plugins” für das System zu programmieren. Philips plant auch das Ganze mit den Ambilight-Fernsehern zu koppeln sodass sich nicht nur die Rückseite des Fernsehers in der Farbe verändert sondern die ganze Wohnung. Denkbar wäre auch noch eine Equalizer-App wenn man gerade Musik hört oder eine Benachrichtigungs-Funktion bei der man z.B. bei neuen E-Mails von einer Lampe in einer bestimmten Farbe erinnert wird. Die Möglichkeiten sind hier nahezu endlos.

Das Starterset ist nun seit ein paar Tagen exklusiv in den Apple Stores für 199€ erhältlich und war auch sofort ausgekauft. Philips verkaufte nach einigen Angaben weltweit mehrere tausend Stück und zählt damit zu den Top verkauften Produkten (außer Apple Produkte) die im Apple Store angeboten werden. Die Entwicklung dauerte übrigens etwas länger als ein Jahr und zwischen 30 und 40 Personen sind an dem Projekt beteiligt. In Zukunft wird Philips auch mehrere Lampenfassungen anbieten, sodass man wirklich jede Lampe in der Wohnung mit dem Hue System ausrüsten kann.

Im nachfolgenden Video könnt ihr sehen wie gut das System reagiert und dass eben nahezu in Echtzeit die Lampen auf entsprechende Farbänderungen reagieren. Eine Bildergalerie mit vielen Detailbildern gibt es hier.

Irgendwie lösen die Teile aber bei mir ein “Haben will” Gefühl aus, obwohl ich wohl wenn dann erst zugreifen werden wenn es die Teile für mein Seilsystem auch mit einer normalen Halogenfassung geben wird.

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