Kerbal Space Program: Einmal in den Weltraum und wieder zurück?
Der Traum des Menschen in den Weltraum zu fliegen gibt es schon sehr lange und er wurde auch erfüllt, beispielsweise durch die Apollo Missionen. Die Mondlandung, die Raumstation ISS und das Weltraumteleskop Hubble sind gute Beispiele dafür das der Mensch es in den Weltraum geschafft hat. Jetzt kann man sogar für “schlappe” 100.000 Euro sich einen Flug in den Weltraum buchen und die Schwerelosigkeit und den Weltraum für ein paar Minuten genießen. Wer das Geld nicht hat nicht muss Wohl oder Übel erst einmal auf der Erde bleiben. Jetzt ist aber Abhilfe geschafft, denn es gibt ein Indiespiel das genau diesen Traum erfüllt: Baue dir ein physikalisch korrektes Raumschiff das der Belastungsprobe des Starts übersteht, genug Schub für den Start und den Eintritt in die verschiedenen Sphären hat. Herausforderung gesucht? Hier findet ihr sie für nur 15€:
Es war einmal….
…auf einen grünen Planeten namens Kerbal der sich unserer grünen Erde sehr ähnelt. Die Größe des Planeten Kerbal ist im Spiel als enorm gewaltig zu bezeichnen. Im sogeannten Ansichtmodus können wir hier vom Planeten rein und wieder herauszoomen und uns so den Planten anschauen und erforschen. Anfänglich sieht man dennoch dort das erste Manko des Spieles und seiner frühen Version, denn momentan wirkt der Planet eher Trist: Die Oberfläche des Planeten besteht vorallem aus matschige pixelige grünen Grundfarben und Grafiken allerdings gibt es Berge, Seen und Meere. Würde man auf die Suche nach Bäume gehen, dann würde man vergebens suchen denn diese gibt es momentan noch nicht. Am Anfang merkt man das die Entwickler des Spieles sich ein wenig an unsere grünen Erde angelehnt haben, so liegt unter anderem unser Space Center am Äquator des Planeten. Bekanntlich liegen die Weltraumhäfen der Erde dort auch, denn in der Realität hat man durch die Erdrotation dort bereits die auf der Oberfläche maximal vermittelte Grundgeschwindigkeit und muss daher weniger Kraft in die Beschleunigung setzen, zudem erreicht man so leichter die Erdumlaufbahn der Erde.
Der Weltraum und das Sonnensystem ist, wie man es von einer Alphaversion schon erwartet, noch recht mager: Es gibt eine Sonne den eigenen Heimatplaneten Kerbal. Außerdem besitzt der Planet einen eigenen Mond der sich um den Planeten dreht. Das Sonnensystem besteht momentan nur aus unserem Planet und einer Sonne, wobei sich der Planet Kerbal verständlicherweise auch um die Sonne dreht. Ein Tag und Nachtwechsel sind also schon einmal gesichert.
Die Entwickler wollen in einem in der Zukunft folgenden großen Update mehrere Planeten vielleicht auch weitere Sonnensysteme hinzufügen. Einzelne kleinere Updates wurden eher als negativ und lästig angesehen. Ehrlich gesagt stimme ich dem auch zu, der Überraschungseffekt und die Vorfreude auf ein großes Update sind meistens höher als bei einem kleinen.
Nichtsdestotrotz reichen ein einzelner Planet und sein Mond aus um einige Zeit im Spiel zu füllen, denn wie man es sich schon vorstellen kann ist es gar nicht mal so einfach von dem Planeten abzuheben. Im Vorraus müssen wir uns erst einmal ein Raumschiff zusammenwerkeln.
Der Raumschiffeditor ist in der anfänglichen Phase schon sehr gut gemacht, nur die Anordnung in den Kategorien ist ein wenig unübersichtlich und sollte verbessert werden: So zum Beispiel sind mehrere Triebwerke dazu Treibstofftanks aneinander gestellt. Daraus jetzt herauszufinden welches Triebwerk für den Start und welches für den Weltraum geeignet ist beziehungsweise welches am kraftstoffsparensten ist ist hinderlich.
Man merkt sehr schnell das das Spiel sehr viel Wert auf die Realität und die Physik legt: Beispielsweise sind bei Triebwerken deren Gewicht, Schubstärke und Kraftstoffverbrauch angegeben, bei den Kraftstofftanks werden deren Volumen angegeben. Es gibt auch komplexere Module wie ein S.A.S. System, welches die Kontrolle im Flug übernimmt und das Raumschiff in seinem Flug stabilisiert. Es gibt auch kleinere Objekte wie eine Raumschiffkapsel, wo drei unser grünen Kerbal’aner Platz haben. Diese brauchen wir unbedingt, sonst fliegt keiner das Raumschiff. Bei den komplexen System werden Informationen anhand einer Beschreibung gegeben aber auf Humor verzichtet das Spiel auch nicht so sind manche Teile sehr amüsant beschrieben worden.
Am Anfang bauen wir uns die erste Rakete zusammen und merken schon kurz nach dem Start das wir nicht weit kommen, denn entweder fehlt uns der Schub oder wir haben das Gleichgewicht nicht bedacht und unser Raumschiff kippt auf der Startrampe schon um. Der gute Tüftler orientiert sich an der Wirklichkeit, wie lösen die das? Genau! Das Raumschiff besteht aus mehreren Phasen, welche mit verschiedenen Triebwerken und Kraftstofftanks ausgestattet sind, die beispielsweise am Start den notwendigen Schub geben um überhaupt abzuheben. Diese trennt man dann bei verbrauchten Treibstofftanks vom Primärraumschiff im Fluge ab und lässt diese abstürzen (die Natur wird es einem danken). Genau dieser Vorgang kann im Spiel nachgestellt werden, es können mehrere Phasen eines Schiffes gebaut werden und diese im Flug abtrennen, ohne das Primärraumschiff zu beschädigen. Die Steuerung ist zum anfänglichen Glück noch einfach, so startet man mit einem Druck auf die Leertaste, Schubregelung wird mit Shift und der Strg Taste gesteuert, Abtrennung der Phasen wird wieder mit der Leertaste eingeleitet. In welcher Phase man sich befindet wird einem auch angezeigt, so das man den Überblick nicht verliert.
Haben wir unser erstes Raumschiff nun hergestellt, so folgt dann auch gleich der Start: Auf dem Bildschirm seht ihr Rechts unten im Bild die 3 Astronauten die noch glücklich wirken. Doch geht irgendetwas während des Fluges schief zum Beispiel, wenn wir unsere Triebwerke überstrapazieren, dann fangen unsere Kerbel’aner an zu kreischen und wirken unglücklich.
Wenn wir in unserem Spacecenter vorher Steuerdüsen oder Flügel anbauen an haben wir im Flug bessere Kontrolle über unser Raumschiff sodass unser Risiko wieder auf der Erde aufzuschlagen reduziert wird. Auch können wir so leichter die ideale Position ausrichten um in den Weltraum einzutauchen. Auf dem Bildschirm wird über ein Höhenmeter die aktuelle Flughöhe und die Geschwindigkeit angezeigt, über das Radar in was für eine Flugbahn wir uns befinden.
Nach einigen grausamen Starts auf meiner Startbahn und ungeplanten Abstürzen bei denen einige Kerbel’aner, die bei meinem Forschungsprojekt “Weltraum 12′go” teilnahmen, ihr Leben verabschieden mussten, hatte ich es dennoch geschafft und konnte in eine sichere Position in der Kerbalumlaufbahn eintauchen. Nächstes Projekt wäre die Realisierung und Erreichung des Mondes und dessen Landung. Doch der Flug zum Mond ist eine andere Geschichte die ich euch bei einem späteren Punkt des Spieles erzählen werden. Bis dahin danke ich mich für euer Interesse an meinem kleinen Bereicht zu “Kerbal Space Center”.
Fazit:
Das Spiel Kerbal Space Center hat sich in ein Szenario gesetzt das noch kaum von Indiespielen bevölkert ist. Außer dem angekündigten Sci-Figame von Notch „0x10c“ und dem Spiel „Faster than Light“ (FTL) gibt es noch keine Weltraum-Indiespiele. Für 15€ per PayPal ist man derzeit dabei!
Mit der jetzigen Bezahlung erhält man die aktuelle Alpha Version des Spieles sowie weitere Updates die Folgen werden. Nebenbei finanziert man damit auch die Zukunft des Spieles.
Das Spiel ist, wie oben schon beschrieben, noch in einem sehr frühen Stadium: Es gibt nur 2 Planeten und ein Sonnensystem, welches aber definitiv erweitert werden soll.
Auch, wenn das Spiel noch wenig standardisierte Raumschiffteile bietet, so ist durch den Modsupport eine große Abhilfe geschafft, denn die noch kleine Community entwickelt und erstellt schon sehr fleißig neue Raumschiffteile, die neue kreative Schöpfungen möglich machen! Mondlandungen mit Robotern oder Apollo Missionen können so gut nachgemacht werden.
Die “Roadmap” für das Spiel steht teilweise, so sollen Missionen eingeführt werden, das Feature Docking soll eingeführt werden, neue Planeten und einige neue Features sollen den Weg in das Spiel finden und es so noch komplexer und spannender machen. Vieles ist dazu nachzulesen im dazugehörigen Supportforum. Sicherlich wird dies noch andauern aber die jetzige Alpha Version + dem Modsupport bieten schon genug Stoff um viele Stunden Spielspaß zu füllen.
Ich kann sagen das ich mit dem Spiel sehr viel Spaß gehabt habe und ich es bis zuletzt es kaum geschafft habe sicher auf dem Mond zu landen aber dies werde ich noch schaffen und es euch. wie versprochen, zu einem späteren Bericht rein reichen. Wer es ausprobieren will, der kann sich die Demoversion herunterladen oder kaufen, bis dahin: Freut euch auf neue Abenteuer von Kerbal…





















