Casio Exilim ZR200 Kompaktkamera im Test – High-Speed Fokus bei gutem Preis
Kameras in der Kompaktklasse gibt es mittlerweile sehr viele und der Markt wird immer unübersichtlicher in diesem Bereich. Casio ist einer der Mitstreiter, der jedoch schon seit einigen Jahren sehr gute Produkte auf den Markt bringt. Privat nutzte ich schon vor vielen Jahren eine Casio Kamera, genauer gesagt die Z57. Noch heute ist meine Verwandschaft ab und zu damit unterwegs, denn sie macht einfach auch noch heute abzeptable Bilder, obwohl sie nun schon knapp 7 Jahre alt ist.
Mit der ZR200 hat Casio Anfang des Jahres eine neue Kamera vorgestellt, die natürlich nicht an die Besitzer einer Spiegelreflex-Kamera gerichtet ist, jedoch für einen Preis von etwas über 200€ schon sehr gute Bilder machen soll. Ob Casio dies schafft erfahrt ihr in unserem Praxistest. Für Fotoprofis empfehle ich jedoch einen der anderen unzähligen Tests im Netz, hier geht es lediglich darum wie sich die Kamera im täglichen Einsatz für schnelles Bildermachen schlägt.
Der Verpackungsinhalt
Genau wie viele aktuellen Kameras heute wird auch die ZR200 über einen USB-Anschluss geladen. Das Kabel dafür ist leider kein microUSB Kabel, sondern ein eigener Anschluss von Casio. Eine Trageschlaufe, sowie ein USB-Stromadapter liegt jedoch auch der kompakten Packung bei. Eine Hülle muss wie bei Casio und vielen anderen Herstellern schon immer separat gekauft werden.
Die technischen Daten
Mit der Casio ZR200 kommt genau wie bei der ZR100 das 12.5mm (24-300mm) Zoomobjektiv zum Einsatz. Dazu gesellt sich ein 16 megapixel-Sensor, sowie ein 7.2cm Display. Die Möglichkeit 1080p Videos mit Stereo-Ton aufzunehmen gibt es ebenso wie das Schießen von Serienbildern.
Der Praxiseinsatz
Schon beim ersten Einschalten merkt man dass die Kamera sehr flott unterwegs ist. Nichtmal 2 Sekunden dauert es bis die Kamera betriebsbereit ist. Bis sie Fokussiert hat vergeht wirklich nur ein Bruchteil einer Sekunde. Dies ist enorm wenn an überlegt, dass man bis die Kamera bereit ist und man das erste Bild im Kasten hat nur knapp 2 Sekunden benötigt. Bis das Foto gespeichert ist und bis die Kamera bereit für das nächste Foto ist vergeht nicht mal eine halbe Sekunde. Hier zeigt sich schon der Anwendungsbereich der Kamera. Leute, die schnell und einfach Momente festhalten können.
Verschiedene Modi bietet die Kamera ebenfalls. Für den einfachen Knipser eignet sich hier “Premium Auto Pro” wohl am Besten. Die Kamera erkennt nämlich automatisch die Szenen und schaltet dann den Modus entsprechend um. Schnellserien kann die Kamera ebenfalls. Hierbei muss man aber in den Schnappschuss Modus wechseln. Wenn man die Highspeed-Funktion einschaltet und dann auf dem Auslöseknopf bleibt macht die Bilder bis zu 30 Bilder in voller Auflösung pro Sekunde. In der Praxis je nach Bildqualität natürlich nur so viel bis der interne Speicher voll ist. Die Kamera kann nämlich diese enorme Bildmenge nicht direkt auf die Speicherkarte speichern, sondern speichert diese im Speicher zwischen. Mehr als eine Sekunde, also 30 Bilder, schafft die Kamera deshalb nicht hintereinander. Das Zwischenspeichern dauert dann nochmal einige Sekunden, jedoch ist hier die Kamera voll nutzbar und man kann sogar den Modus wechseln und weitere Bilder machen. Anschauen kann man die Bilder dann erst wenn das Speichern erledigt ist. Dies signalisiert die grüne LED an der Oberseite der Kamera.
Neben dem High-Speed Modus und dem automatischen Fokus kann die Kamera auch in den A, S, M Modi betrieben werden, in denen die Blende, der Verschluss bzw. die Belichtung manuell eingestellt werden können. Außerdem gibt es noch einen HDR-Modus, den es mittlerweile in vielen Kameras gibt, und auch einen HDR-Art Modus. Letzterer soll das Bild zu einem Kunstwerk machen indem mit der Belichtung gespielt. Mit dem Ergebnis daraus kann ich mich nicht so ganz anfreunden.
Natürlich gibt es auch hier eine Panorama-Funktion bei der man sogar einstellen kann in welche Richtung man die Kamera schwenken will. Die Funktion nimmt 360 Grad Bilder auf indem man die Kamera wie auf dem Display entsprechend angezeigt während der Aufnahme schwenkt. Tolle Funktion, jedoch wünsche ich mir auch noch etwas, dass man bei Bedarf “nur” 180 Grad Panoramas machen kann. Die 360 Grad Panoramas werden nämlich sehr groß und sind zum Drucken sowie auch zum Anschauen nur bedingt geeignet. Mit der Best-Shot Funktion kann man manuelle Szenen auswählen und ist im Prinzip das was, der Premium Auto Pro Modus schon automatisch macht.
Der Zoom ist ähnlich flott wie der Rest der Kamera, aufgrund der Tatsache dass der Zoom wirklich weit geht, hat man dann irgendwann Probleme die Kamera unverwackelt zu halten bzw. auf das Ziel zu richten. Bei voll ausgefahrenem Objektiv ist logischerweise auch der Fokus etwas langsamer.
Was ich mir noch Wünsche, wäre ein kleiner Schalter Schieberegler um das Auswahlrad zu blockieren. Wenn man die Kamera nämlich kurz in der Hosentasche verstaut kann es schnell mal passieren, dass man dies ausversehen bedient und somit erst wieder den richtigen Modus auswählen muss.
Natürlich gibt es auch noch ein Video von den Funktionen:
Die Bildqualität
Da die Bildqualität immer sehr Ansichtssache ist, habe ich euch hier eine Ladung voller Bilder angehängt. Ich empfinde die Qualität durchweg als sehr gut, es macht eben einfach Spaß mit der Kamera Bilder zu machen da sie schnell und unkompliziert ist. Manchmal hat man leider das Gefühl, dass die 16 Megapixel Bildrauschen verursachen, davon darf man sich also nicht blenden lassen. Je mehr Megapixel heißt nicht unbedingt gleich eine bessere Bildqualität.
Fazit
Die Kamera war nun knapp einen Monat mein regelmäßiger Begleiter und ich habe sie von anfang an lieb gewonnen. Dies liegt an der überraschend schnelle Handhabung, aber auch an der ausreichenden Bildqualität. Den High-Speed Modus war mir ebenfalls schon einige Male eine Hilfe und einige meiner letzten Videos habe ich ebenfalls mit der Kamera aufgenommen. Wer eine Kompaktklassekamera für um die 200€ sucht, der ist mit der Casio Exilim Z200 mehr als gut bedient.

























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