“Apple is done”. Zumindest bei US Teenagern
Ich habe mich in den 90ern zum ersten mal mit Computern auseinandergesetzt. Windows 95 war mein erstes Bestriebssystem und gelegentlich hatte ich es sogar mit MS DOS zu tun. Über die Jahre kamen dann Windows 98, Windows ME (ja, ich weiß), XP und Windows 7 hinzu. Bis auf wenige Abstecher zu Debian und Ubuntu bin ich Microsoft unabsichtlich treu geblieben, aber ich wollte eben aktuelle Spiele spielen können.
Cool fand ich Microsoft nie (wie auch, schließlich hat mein Vater damit gearbeitet), sondern eher nützlich. Ganz im Gegensatz zu Apple, in meiner Wahrnehmung immer der Underdog zum übermächtigen Marktbehrscher und quasi Monopolisten. Apple war eine Nischenfirma, die einen tollen Sinn für Stil hatte, mir aber immer zu teuer war. Erst der iMac, dann das MacBook und schließlich das MacBook Air waren Trendsetter. Und schließlich revolutionierte Apple auch noch den mobilen Markt mit dem iPod, dem iPhone und dem iPad. Die Geräte wurden ausdrücklich als Lifestyle Entscheidungen und Statussymbole beworben und das hat funktioniert. In China vekaufte kürzlich jemand seine Niere, um sich ein neues iPad leisten zu können.
Der Erfolg war groß. Zu groß, wie sich jetzt herrausstellen könnte. Teenager wollen nicht das was alle haben, sie wollen das was sie aus der Masse hervorhebt. Derselbe Mechanismus, der Apple an die Spitze gespült hatte, scheint jetzt gegen die Firma zu wirken. iPhones und iPads sind zu beliebt, um für Jugendliche interessant zu sein. Wie das Wirtschaftsmagazin Forbes berichtet, wenden sich Teenager Samsungs Galaxy und ausgerechnet zum langjährigen Marktführer Microsoft zu, zumindest wenn es um Tablets geht. In meinen Augen eine Wendung die ich zwar nachvollziehen kann, deren Geschwindigkeit mich allerdings gewaltig überrascht.













